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Er ſah mein Zögern, dieſe Bewegung, welche meine Schwäche andeutete; er erhob ſich und ſagte:
„Kommt ohne Furcht.“
Ich weiß nicht, welches Gefühl ihn bewog, ſeine ſonſt rauhe Stimme zu mildern; doch dieſe Stimme kam voll Hoffnung zu mir.
Ich gewann meine Kräfte wieder und lief beinahe auf ihn zu, um mich ihm zu Füßen zu werfen.
Er befahl durch ein Zeichen mit der Hand dem Pa⸗ ter Joſeph, ſich zu entfernen. Dieſer gehorchte und zog ſich aus dem Bereiche des Gehoͤrs, aber nicht aus dem Bereiche des Geſichts zurück.
Ich neigte das Haupt und ſtreckte meine beiden Hände gegen ihn aus.
„Was wollt Ihr von mir, meine Tochter?“ fragte der Cardinal Herzog.
„Monſeigneur, Monſeigneur, eine Gnade, von der nicht nur mein Leben, ſondern auch mein Heil abhängt.“
„Euer Name?“
„Iſabelle von Lautrec.“
„Ahl Euer Vater war ein treuer Diener des Kö⸗ nigs. Das iſt etwas Seltenes in unſeren Zeiten der Re⸗ bellion. Wir haben das Unglück gehabt, ihn zu ver⸗ lieren.“
„Ja, Monſeigneur. Iſt es mir alſo erlaubt, ſein Ge⸗ dächtniß bei Euch anzurufen?“
„Ich würde ihm im Leben bewilligt haben, was er von mir verlangt hätte, die Dinge ausgenommen, über welche der Herr allein zu entſcheiden hat, und bei denen ich nur ſein einfacher Stellvertreter bin. Sprecht, was wünſcht Ihr?“
„Monſeigneur, ich habe das Gelübde abgelegt.“
„Ich erinnere mich deſſen, denn auf das Verlangen Eures Vaters habe ich mich dieſem Gelübde mit meiner ganzen Macht widerſetzt, und ſtatt es zu beſchleunigen,


