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mich im Dorfe ein und wartete. Ich hatte meinen Na⸗ men dem Pater Joſeph hinterlaſſen.
Am dritten Tage kam der Pater Joſeph ſelbſt, um mir anzukündigen, Seine Eminenz ſei bereit, mich zu em⸗ pfangen.
Ich ſtand bei dieſer Kunde auf, doch ich fiel wieder auf meinen Stuhl zurück, und war erbleicht, als ob ich ſterben ſollte; mein Herz ſchien dem Brechen nahe; meine Beine bogen ſich unter mir.
Der Pater Joſeph ſoll kein zartes Herz haben, und dennoch, als er mich nur bei dem Gedanken, dem Cardi⸗ nal gegenüber zu ſtehen, verſcheidend ſah, ermuthigte er mich, ſo gut er konnte, und eröffnete mir, wenn ich mir etwas von Seiner Eminenz zu erbitten habe, ſo ſei der Augen⸗ blick günſtig, da ſich der Cardinal beſſer befinde, als er ſich ſeit langer Zeit befunden.
Ohl mein ganzes Leben, Euer ganzes hing von dem ab, was zwiſchen dieſem Manne und mir vorgehen ſollte.
Ich folgte dem Pater Joſeph, ohne etwas zu ſehen; meine Augen waren auf ihn geheftet, mein Schritt war nach dem ſeinigen gerichtet, als ob ſeine Bewegungen die meinigen geregelt hätten. Wir gingen durch einen Theil des Dorfes, traten in den Park ein und folgten einer Allee von großen Bäumen; jede von dieſen Veraͤnderungen berührte mich durch das Geſammtweſen, aber die Einzel⸗ heiten entgingen mir.
Endlich erblickte ich unter einer Laube von Jelänger⸗ jelieber und Rebwinden einen halb auf einem Ruhebett liegenden Mann. Er war in eine weiße Simarre geklei⸗ det und trug das rothe Käppchen, das Zeichen der Car⸗ dinalswürde. Ich ſtreckte die Hand gegen dieſen Mann aus; der Pater Joſeph verſtand meine Frage.
„Ja,“ ſagte er,„er iſt es.“
Ich kam in dieſem Augenblick an einem großen Baume vorbei, ich lehnte mich daran an, denn ich fühlte, einen Schritt mehr ohne Stütze, und ich fiel.


