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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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Fünfundzwanzigſter Brief.

Am 22. Juni 1638.

Fliege, geliebte Taube, fliege zu meinem theuren, vom Tode Auferweckten, ſage ihm, es ſeien ſeine Gebete, die mich beſchützt haben, ſage ihm, ich ſei frei, ſage ihm, ich ſei glücklich.

Frsil frei! frei! Laß mich Dir das erzählen, mein Vielgeliebter.

Glas Ich weiß nicht, wo anfangen, ich bin wahnſinnig vor ück

Es iſt Dir bekannt, daß ſich an demſelben Tag, an dem ich Dir meinen letzten Brief geſchrieben habe, das Gerücht verbreitete, die Koͤnigin ſei in geſegneten Um⸗ ſtänden. Bei dieſer Gelegenheit mußten Feſte in ganz Frankreich ſtattfinden und Gnaden durch den König und durch den Cardinal bewilligt werden.

Ich beſchloß, mich dem Cardinal, der in allen un⸗ ſern kirchlichen Fragen Vollmacht von Rom hat, zu Fü⸗ ßen zu werfen.

Darum verlangte ich nur drei Monate von Dir.

An demſelben Tag, an welchem ich Dir geſchrieben, bin ich mit einem Urlaub unſerer Oberin abgereiſt. Meine Zellennachbarin übernahm es, über unſerer Taube zu wa⸗ chen. Ich war ihrer ſicher wie meiner eigenen Perſon, und verließ ſie alſo ohne Furcht.

Ich reiſte ab. Doch ſo ſehr ich mich auch beeilte, ich erreichte Paris erſt in ſiebenzehn Tagen. Der Car⸗ dinal war auf ſeinem Landgut in Rueil. Ich begab mich ſogleich nach Rueil.

Er war leidend und empfing nicht. Ich quartierte