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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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das erſte Mal an der Seite gefühlt hatte, fühlte ich dies⸗ mal im Herzen.

Ich ſah Euch erſcheinen; Ihr waret bleich, doch beinahe lächelnd; Ihr ginget feſten Schrittes über den Platz hin und ſchienet Eile zu haben, in die Kirche zu gelangen.

Ich fuhr mit meiner Hand über meine Augen...

Gebeugt, keuchend, murmelte ich mit halber Stimme un⸗

ter meinen erſtaunten Nachbarn:.

„Mein Gott! mein Gott! das iſt nicht wahr... mein Gott! ſie iſt es nicht.... mein Gott! meine Augen, meine Ohren, alle meine Sinne täuſchen mich... Sie allein, ſie allein täuſcht mich nicht, ſie allein kann mich nicht täuſchen.“

Dann, als Ihr auf zehn Schritte an mir vorüber⸗ ginget, blieb ich ohne Stimme, ſtets hoffend, Ihr würdet nicht bis zur Kirche gehen, Ihr würdet auf dem Wege ſtehen bleiben und ausrufen, man thue Euch Gewalt an, Ihr würdet an alle Frauen für die Aufrichtigkeit Eurer Liebe apelliren; und dann ſtürzte ich vor, dann wagte ich mein Leben, um zu ſagen: Ja, ich liebe ſie, ja, ſie liebt mich; ja, ich bin der Graf von Moret, todt für die ganze Menſchheit, nur nicht für Iſabelle von Lautrec, meine Braut in dieſer Welt und in der andern... Laßt mich durch mit meiner Braut.

Und ich hätte Euch im Angeſichte Aller und Allen zum Trotze entführt, denn ich fühlte die Stärke eines Rieſen in mir.

Oh! Iſabelle! Iſabelle! Ihr bliebet ſtumm, Ihr hieltet nicht an, Ihr tratet in die Kirche ein. Ein langer Schrei, längſt im Grunde meiner Bruſt begonnen, brach, ſie zerreißend, in dem Augenblick hervor, wo Ihr unter der Vorhalle verſchwandet, und ehe man mich gefragt hatte, warum dieſer Schrei, hatte ich alle Welt auf die Seite gedrängt, war ich aus der Menge entflohen und verſchwunden.