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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
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keit zu überzeugen; ich konnte der Erzählung dieſes Men⸗ ſchen nicht glauben. Er hatte irgend einen Grund, um mir dieſe kühne Lüge zu ſagen; doch ſicherlich log er.

Ich kannte Valence, da ich drei Monate daſelbſt ge⸗ wohnt hatte; raſch ſchritt ich über die Brücke, trat in die Stadt ein und wählte die Gäßchen, die mich mehr unmittelbar nach der Kirche führen mußten. Ueberdies wurde ich durch den Klang der Glocken geleitet, die man insgeſammt läutete.

Der Platz vor der Kathedrale war gedrängt voll von Menſchen. Trotz des Glockengeläutes, trotz dieſer Menge, die ſich auf dem Platze zuſammengeſchaart hatte, konnte ich aber nicht glauben. Ich ſagte zu mir, es ſei eine Andere, als Ihr, die zum Altar gehez ich wiederholte mir, dieſer Menſch habe ſich oder mich getäuſcht.

Und dennoch, als ich mich unter die Menge miſchte, wagte ich es nicht, Jemand zu fragen.

Wäre ich nicht in die Uniform der Garden des Car⸗ dinals gekleidet geweſen, ſo hätte ich, ſo groß war die Menge, nie in die erſte Reihe gelangen können. Doch vor meiner Uniform trat Alles auf die Seite.

Dann oh! ich brauche noch heute meine ganze Stärke, um Euch dieſe Einzelheiten zu wiederholen; ge⸗ ſtern noch, als ich nicht wußte, daß Ihr es waret, die mir ſchrieb, hätte ich dieſen Schmerz nicht erneuert, ohne wieder eine tödtliche Wunde aufzureißen... Oh! Ihr habt nur durch meinen Tod gelitten; ich, ich habe durch Euren Verrath gelitten.

Verzeiht, verzeiht, Iſabelle, Euer Verrath, ich weiß es nun, war der Anſchein, doch für mich, oh! für mich Unglücklichen, war es die Wirklichkeit! Ich ſah Euch er⸗ ſcheinen durch eine Wolke ähnlich der, welche vor mei⸗ nen Augen vorüberzog, als ich, von jenem Officier ge⸗ troffen, von meinem Pferde auf die Erde ſiel. Es war dieſelbe Empfindung, ſchmerzlicher noch, denn was ich