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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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geneſung nothwendig; wir waren im November; doch der milde Himmel des Languedoe geſtattete einige nächt⸗ liche Ausgänge. Man erlaubte mir, in der Nacht im Kloſtergarten zu athmen.

Mit dem Gedanken, mit dem Gefühl, ich ſage nicht mit der Kraft, denn ich war noch ſo ſchwach, daß ich die Treppen weder hinauf noch hinabſteigen konnte, war meine ganze durch den Tod erſtarrte Liebe für Euch wiedergekehrt. Ich ſprach nur von Euch, trachtete nur nach Euch. Sobald ich eine Feder halten konnte, ver⸗

langte ich an Euch zu ſchreiben; man gewährte mir, was ich forderte, man ließ einen Boten in meiner Gegen⸗ wart abgehen; da aber die Botſchaft meine Exiſtenz of⸗ fenbaren ſollte, und da meine Exiſtenz, in der Angſt von Frau von Ventadour, die Verfolgung, die Einkerkerung, der Tod vielleicht war, ſo blieb der Bote in der Gegend, kehrte nach Verlauf von zwoͤlf bis vierzehn Tagen zurück und ſagte, Euer Vater habe Euch nach Paris mitgenom⸗ men, und er habe meinen Brief derjenigen von Euxren Frauen, welche ihm die ergebenſte geſchienen, einge⸗ händigt.

Von da an war ich ruhiger; ich verließ mich auf Eure Liebe, daß Ihr mir raſch würdet eine Antwort zu⸗ kommen laſſen.

In dieſer Erwartung verging ein Monat, jeder Tag war ein neuer Angriff auf mein Vertrauen zu Euch und riß einen Fetzen von meiner Hoffnung fort.

Es waren ſchon drei Monate verlaufen. Ich wollte die Nachrichten haben, die mich intereſſiren konnten. Am Anfang des Kampfes, den ich entſponnen, verwundet, wußte ich den Ausgang deſſelben nicht. Man zögerte, mir dieſe Nachrichten zu geben. Ich drohte, ſie mir ſelbſt zu holen; da ſagte man mir Alles. Da erfuhr ich den Verluſt der Schlacht; die Flucht und die Ausſoͤhnung von Gaſton; den Proceß und den Tod von Montmorency;