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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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als hörte ich etwas wie ein äußerſt lebhaftes Musketen⸗ feuer, und als ſähe ich einen Flammenvorhang vor mir entrollen.

Ohne Zweifel trugen mich meine Polen fort, denn von dieſem Augenblick an, bis zu dem, wo ich, ungefähr anderthalb Meilen von da, in dem Wagen meines Bru⸗ ders wieder zu mir kam, habe ich kein Bewußtſein mehr von dem, was mir begegnete.

Entſetzliche Schmerzen riefen mich zum Leben zu⸗ rück. Ich oͤffnete die Augen und ſah eine große Menge von Menſchen neugierig und unter lebhaftem Geſpräche ſich um meinen Wagen drängen. Ich begriff, daß es ſich darum handelte, übereinzukommen, wohin man mich bringen ſollte. Ich erinnerte mich, daß die Schweſter von Herrn von Ventadour, einem meiner guten Freunde, Aebtiſſin in der Gegend ſein mußte, raffte meine Kräfte zuſammen, ſtreckte den Kopf zum Wagenſchlage hinaus und gab den Befehl, mich zu Frau von Venta⸗ dour zu führen.

Ihr ſeht, Eure bewunderungswürdige Ergebenheit hatte Euch vollkommen auf mein Spur gebracht, und es hing nicht von Euch ab, daß Ihr mich nicht auf⸗ fandet.

Der Schmerz hatte mich meiner Ohnmacht entriſ⸗ ſen, der Schmerz verſenkte mich auch wieder darein. Ich weiß nicht, wer meine Einführung bei Frau von Venta⸗ dour übernahm, aber ich fand mich wieder in einem vor⸗ trefflichen Bette liegend, nur war ich in einem unterirdi⸗ ſchen Gewölbe. Ich hatte bei mir den Arzt des Kloſters, und im Bettgange ſtand Jemand, der mir, als er mich die Augen wieder öffnen ſah, zuflüſterte:„Sagt nicht, wer Ihr ſeid.“

Wie Ihr meine letzte Erinnerung geweſen waret, ſo waret Ihr auch mein erſter Gedanke. Ich ſchaute um⸗ her, ob Ihr nicht irgendwo ſeiet; doch ich ſah nur fremde Geſichter, und darunter einen Mann mit zurück⸗