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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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„Auf, meine Herren!“ rief der Marſchall⸗Herzog, „der Augenblick iſt gekommen, Jeder an ſeinen Poſten.“

Wir hatten auf einer kleinen Brücke über einen Fluß zu ſetzen; man konnte uns den Uebergang ſtreitig machen, aber Niemand dachte daran. Es war im Ge⸗ gentheil der Plan von Herrn von Schomberg, uns bis zu einem Hinterhalte vorrücken zu laſſen, den er in dem Hohlwege, wo Ihr meinen armen Stallmeiſter fandet, hatte legen laſſen.

Als wir die Brücke hinter uns hatten, nahm ich meinen Poſten auf dem linken Flügel, der unter meinem Commando ſtand.

Es war, wie man Euch geſagt hat, mein erſtes Treffen. Es drängte mich, zu zeigen, daß, obgleich von demſelben Blute wie Monſieur, mein Blut glühender war, als das ſeinige. Ich ſah ein Corps Carabiniere als ver⸗ lorene Mannſchaft detachirt und griff es an.

Ich hatte beſonders den Officier bemerkt, den Ihr am Abend der Schlacht trafet.

Er war nach ſeinem Ausſehen ein beherzter Cavalier, ruhig im Feuer, als ob er auf der Parade geweſen wäre. Ich ſprengte gerade auf ihn los und ſandte ihm eine Piſtolenkugel zu, die ihm, wie er Euch geſagt hat, die Feder von ſeinem Hute abſchnitt. Er erwiederte den Schuß, und ich fühlte es wie einen Fauſtſchlag an meiner linken Seite; ich fuhr mit der Hand dahin, ohne zu wiſ⸗ ſen, was es war, und zog dieſe Hand voll von Blut zurück.

In demſelben Augenblick, ohne daß ich einen wirkli⸗ chen Schmerz empfand, ſchwebte etwas wie eine rothe Wolke vor meinen Augen hin; die Erde drehte ſich um mich. Mein Pferd machte eine Bewegung, der ich weder zu widerſtehen, noch zu folgen vermochte. Ich fühlte, daß ich von meinem Sattel herabglitt, rief: Zu Hülfe Bourbon! und wurde an Euch denkend ohnmächtig.

Während ich die Augen ſchloß, kam es mir vor,