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indem er auf ſeinen entblößten blutigen Degen deutete, „doch Euer Degen muß heute Abend ſein wie der meinige dieſen Morgen iſt, das heißt roth bis zum Stichblatt.“
Mein Bruder liebt die entblößten Degen und beſon⸗ ders die blutigen Degen nicht; er wandte die Augen ab.
„Ei! Herzog,“ ſagte er,„verliert Ihr denn nie Eure Gewohnheit, zu prahlen? Seit langer Zeit habt Ihr mir, während Ihr mir große Siege verſprachet, immer nur Hoffnungen gegeben.“
„In jedem Fall,“ erwiederte der Marſchall,„und angenommen, ich habe Euch, wie Ihr ſagt, nur Hoff⸗ nungen gegeben, thue ich mehr, als Euer Bruder für Euch thut; denn ſtatt Euch Hoffnungen zu geben, nimmt er ſie Euch, ſogar die auf das Leben.“
„Ei! Herzog,“ erwiederte Gaſton, die Achſeln zuckend,„glaubt Ihr, das Leben des Präſumtiverben ſei je im Spiele? Geſchehe, was geſchehen mag, ich bin immer deſſen ſicher, daß ich meinen Frieden für mich und drei Perſonen ſchließe.“
Der Marſchall lächelte bitter und kam, ohne dem Prinzen zu antworten, zu uns.
„Ah!“ ſagte er,„das fängt an, und unſer Mann blutet ſchon aus der Naſe. Er ſpricht von ſeiner Flucht in Begleitung von Zweien. Doch weder Ihr, Herr von Moret, noch Ihr, Herr von Rieux, noch ich, werden ihm hiebei als Geleite dienen.“
Wir antworteten:
„Gewiß nicht.“
„Nun!“ fuhr der Marſchall⸗Herzog fort,„ſo ver⸗ bindet Euch mit mir, denn wir müſſen ihn heute ſo weit vorwärts treiben, daß wir ihn endlich mit dem Degen in der Hand ſehen.“
In dieſem Augenblick meldete man uns, man ſehe das Heer des Marſchalls von Schomberg aus einem Walde he rvorkommen und gegen uns anrücken.


