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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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Ihr ſahet den Aufruhr rings um Euch anwachſen; Ihr hörtet das Geſchrei der Empörung von Bognols, von Lunel, von Beaucaire und von Alais. Ich zeigte Euch eines Morgens, und zwar mit gepreßtem Herzen, denn ich fühlte, daß es unſre Trennung war, ich zeigte Euch eines Morgens ein Manifeſt, in welchem mein Bruder Gaſton den Titel Generalſtatthalter des Koͤnigreichs annahm. Kurze Zeit nachher erfuhret Ihr durch einen vom Koͤnig an Euren Vater gerichteten Brief, der ihm ſich nach Paris zu begeben befahl, Gaſton ſei mit achtzehn hundert Pferden nach Frankreich zurückgekehrt, er habe vie Saint⸗ Nicolas⸗Vorſtadt von Dijon und die Häuſer der Mitglie⸗ der des Parlaments, welche Marillac verurtheilt hatten, niedergebrannt.

Eines Tags erhielt ich auch einen Brief. Mein Bru⸗ der ſchrieb mir von Albi und forderte mich auf, mein Wort zu halten.

Dieſer Tag war derjenige, an welchem ich von Euch Abſchied nahm, der 14. Auguſt 1632, ein unſeliges Da⸗ tum, das tief und auf eine ebenſo düſtere Weiſe in mein Herz, wie in das Curige, eingegraben geblieben iſt.

Ohl alle Einzelnheiten jener Abreiſe ſind ſehr wahr. Die Schilderung jener Nacht iſt ſehr getreu. Nur ſah ich Euch länger, als Ihr mich ſehen konntet. Ihr ſtan⸗ det auf dem Balcon Eures hinter Euch erleuchteten Zim⸗ mers, während ich mich in einen immer dunkler werden⸗ den Horizont vertiefte.

Es kam indeſſen ein Augenblick, wo die Straße ſich bog, und wo ich Euch zu ſehen aufhoͤrte.

In dieſem Augenblick hielt ich mein Pferd an und fragte mich, ob es nicht beſſer für mich wäre, alle gelei⸗ ſteten Verſprechen, alle übernommenen Verbindlichkeiten zu vergeſſen, die Ehre der Liebe zu opfern und zu Euch zu⸗ rückzukehren.

Euer Fenſter ſchloß ſich wieder, Euer Licht erloſch, ich glaubte, das ſei eine Ermahnung Gottes, auf mei⸗