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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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Hoͤret alſo auch. Ihr wißt, was meine Verbindlichkeiten gegen meinen Bruder Gaſton waren. Ueberdies glaubte ich, für den Einen handelnd, für den Andern zu handeln. Der Mini⸗ ſter ſchien mir noch mehr auf dem König, als auf uns Allen zu laſten. 8

Ein ſolcher Druck war unerträglich für Söhne von Frankreich, und jeden Augenblick that der Cardinal dem Willen des Königs Gewalt an, verfügte er über ſein Sie⸗ gel, ohne ſich mit ihm zu berathen, über ſein Wappen gegen ſeinen Willen. Er gab an einem Tage ſechsmal mehr in ſeinem Hauſe aus, als alle Soͤhne von Frank⸗ reich, denjenigen, welcher auf dem Throne ſaß, einbegrif⸗ fen, in den ihrigen ausgaben. Und während er allein mehr als zwei hundert Millionen verſchlungen hatte, aß kaum ein Drittel der Einwohner von Frankreich gewoͤhn⸗ liches Brod; das andere Drittel lebte nur von Haferbrod, und das letzte Drittel fütterte ſich, wie eine Herde un⸗ reiner Thiere, mit Eicheln.

Er hatte für ſich im Köͤnigreiche eben ſo viele Plätze und Feſtungen, als der König. Er hatte Brouage, Ole⸗ ron, Rhé, la Rochelle, Saumur, Angers, Breſt, Am⸗ boiſe, le Havre, Pont de l'Arche und Portoiſe, ſo daß er bis zu den Thoren von Paris kam. Er war Herr der Provinz und der Citadelle von Verdun. Außer den in dieſen Plätzen, in dieſen Feſtungen, in dieſen Citadellen verwendeten Truppen hatte er eine Seearmee. Er er⸗ ſchien außerhalb ſeines Palaſtes überall mit Garden. Er hielt alle Schlüſſel Frankreichs in ſeinen Händen. Verband ſich ganz Frankreich gegen ihn, ſo war es doch nicht im Stande, ein Heer auf die Beine zu bringen, das ſtark genug geweſen wäre, dem ſeinigen Widerſtand zu leiſten. Die Gefängniſſe waren Gräber geworden, mit der Beſtimmung, die wahren Diener des Königs zu begraben, und man machte ſich des Verbrechens der Ma⸗ jeſtätsbeleidigung nicht mehr durch ein Attentat gegen den

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