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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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iſt mein goͤttlicher Erloͤſer Jeſus, und ich werde nie einen andern Gemahl haben.“

Ich ſprach dieſe Erwiederung mit ſo ruhiger und ſo feſter Betonung aus, daß die Anweſenden nicht ein Wort davon verloren.

Herr von Pontis ſchaute mich mit erſchrockener Miene und als ob ich wahnſinnig geweſen wäre an.

ein Vater machte einen Schritt vorwärts.

Ich aber trat durch das Gitter ein, das mich vom Altar trennte.

„Von dieſem Augenblick,“ rief ich, die Arme zum Himmel erhebend,„von dieſem Augenblick gehoͤre ich Gott, und Nieinand hat das Recht, mich zurückzufordern, als Gott!“

„ſabelle,“ rief mein Vater,„ſollteſt Du es wagen, meine Gewalt zu mißkennen?“

„Es gibt eine hoͤhere und heiligere Gewalt, als die Eurige, mein Vater,“ entgegnete ich ehrerbietig:„es iſt die von demjenigen, welcher mich den Glauben auf dem Wege des Unglücks hat finden laſſen. Mein Vater, ich bin nicht mehr von der irdiſchen Welt: betet für mich. Ich werde fuͤr Euch Alle beten.“

Mein Vater wollte auch in das Gitter eindringen, um mich dem Altar zu entreißen; doch der Prieſter ſtreckte ſeine beiden Arme gegen ihn aus.

„Wehe,“ ſagte er,„wehe dem, der dem Beruf Ge⸗ walt anthut oder ihm in den Weg tritt. Dieſe Jung⸗ frau hat ſich Gott ergeben, ich nehme ſie im Hauſe Got⸗ tes als in einem heiligen Aſyle auf, welchem ſie gewalt⸗ ſam zu entreißen Niemand, nicht einmal ihr Vater das Recht hat!“

Mein Vater hätte ſich vielleicht nicht durch dieſe Drohung zurückhalten laſſen, aber der Graf von Pontis zog ihn fort.

Der Vicomte und die andern Anweſenden folgten den Greiſen, und die Thüre ſchloß ſich hinter ihnen.