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ten Monats erſchien mein Vater mit dem Vicomte von Pontis im Schloſſe. 3
Ich kannte die Pünktlichkeit meines Vaters und wollte ihn nicht warten laſſen.
Er fand mich im Brautgewand.
Es ſchlug eilf Uhr; der Prieſter erwartete uns in der Kirche: ich ſtand auf und ſtützte meinen Arm auf den meines Vaters.
Der Graf von Pontis ging mit ſeinem Sohn hin⸗ ter uns.
Fünf bis ſechs gemeinſchaftliche Freunde, ein Dutzend Bekannte und einige Diener folgten uns.
Wir begaben uns nach der Kirche.*
Mein Vater ſprach nicht mit mir; er ſchaute mich 3 an und wunderte ſich ſichtbar, daß er mich ſo ruhig and.
Wie bei den Märtyrern, die zum Tode gehen, er⸗ leuchtete ſich mein Antlitz immer mehr, je näher ich dem Richtplatze kam.
Als ich in die Kirche eintrat, war ich bleich, aber lächelnd; wie der vom Sturme verſchlagene Schiffbrüchige ſah ich den Hafen.
Der Prieſter erwartete uns am Altar, wir näherten uns einander und knieten nieder. Ich hatte einen Au⸗ genblick befürchtet, bei dieſem Punkte angelangt, würde mich die Kraft verlaſſen.
Ich dankte dem Herrn von ganzer Seele. Die Kraft war in mir.
Der Prieſter fragte Herrn von Pontis, ob er mich zur Gemahlin nehme.
„Ja,“ antwortete Herr von Pontis. 8
Er fragte ſodann auch mich, ob ich Herrn von Pon⸗ tis zum Gemahl nehme,
Ich antwortete:
„Mein Gemahl in dieſer Welt und in der andern


