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verhängten Zügeln herbei und verkündigte im Auftrage von Monſieur, Herr von Montmorency ſei gefangen, Herr von Rieur verwundet; kurz Alles ſei verloren, und Jeder habe nur an ſich zu denken.
Von da an beſchäftigte man ſich nicht mehr mit uns und antwortete nicht mehr auf unſere Fragen.
Ich hatte Eure Spur völlig verloren, und wir fingen an auf den Zufall zu ſuchen: wir umzogen den Schau⸗ platz der Ereigniſſe mit einem großen Kreiſe, wie es die Jäger auf der Fährte des Wildes thun. Wir beſuchten Belpech, Cahuſac, Faujaux, Alzonnet, Conques, Peyrac; an keinem dieſer Orte fand ſich eine Spur von Eurem Durchzug; zwiſchen Fondeille und der Abtei war Euer Wagen wie eine Viſion verſchwunden.
In Peyrac fand ich den Intendanten unſeres Hauſes in Valence. Mein Vater hatte ankündigen laſſen, er werde zwei bis drei Monate im Schloſſe zubringen. Man hatte Nachforſchungen nach mir unternommen und bat mich dringend, zu kommen.
Ich hatte während der drei Wochen, die ich umher⸗ gefahren war, jede Hoffnung, Euch wiederzufinden, verlo⸗ ren, und kehrte in das Schloß zurück.
Mein Vater kam am andern Tage an. Er fand mich ſterbend.
Jedermann im Schloſſe hegte eine ſo tiefe Verehrung für mich, daß auf ein Wort, das der Intendant geſagt, Niemand von meiner Reiſe ſprach.
Mein Vater kam zu mir und ſetzte ſich an mein Bett. Es iſt ein ernſter, ſtrenger Mann, wie Ihr wißt. Ich hatte mit ihm von meiner Liebe für Euch, von Eu⸗ rem Verſprechen, mein Gemahl zu werden, geredet. Die Ehre einer Verbindung mit Euch war ſo groß, daß er auf ſeinen Lieblingsplan, mich mit dem Vicomte von Pontis, dem Sohne ſeines alten Freundes, zu verheirathen, hatte verzichten müſſen. Doch ſobald Ihr todt, kehrte die⸗


