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Die Schweſter Pförtnerin wußte nicht, was ich mit meiner Frage wollte; ſie behauptete, Euch nicht geſehen, nicht einmal vernommen zu haben, daß Ihr verwundet worden.
Ich verlangte Frau von Ventadour zu ſprechen.
Man fuͤhrte mich zu ihr.
Ich fand ſie ganz angekleidet. Bei dem Lärmel, den wir gemacht, hatte ſie ſich, da ſie nicht wußte, wer ihn machte, angekleidet. Ich konnte bemerken, daß ſie bleich war und zitterte.
Sie ſchob dieſe Bläſſe und dieſes Zittern auf den Umſtand, ſie habe, als ſie klopfen gehoͤrt, bange gehabt, 8 Klopfenden werden Soldaten mit ſchlechten Abſichten ein.
Ich beruhigte ſie und ſagte ihr, wie ich von Saint⸗ Pons aufgebrochen, wie ich auf dem Schlachtfelde ange⸗ kommen ſei, wie ich den Platz, wo Ihr gefallen, aufge⸗ funden habe. Ich zeigte ihr Euren Hut, den ich immer noch krampfhaft in meiner Hand hielt. Ich erzählte ihr, welche Kunde mir der Sterbende gegeben, und beſchwor ſie ſchließlich in Namen des Himmels, mir zu ſagen, was ſie von Euch wüßte.
Sie antwortete mir, man habe mich ohne Zweifel getäuſcht, oder der Wagen, nachdem er den Weg zu der Abtei eingeſchlagen, habe ſich rechts oder links auf einem nach dieſer Straße ausmündenden Wege verirrt; ſie habe much nicht geſehen und nicht einmal von Euch ſprechen
ren.
Ich ließ meine Arme fallen und ſank auf ein Ruhe⸗ bett, das in der Nähe ſtand; meine Kräfte hatten mich mit der Hoffnung verlaſſen.
Die Aebtiſſin rief ihre Frauen, man ſtreifte mir meine Kleider ab, die der Sturmregen an mich angeklebt hatte; meine Schuhe waren im Koth der Wege ſtecken ge⸗ blieben, und ich hatte, ohne es zu vermuthen, mehr als eine Meile mit bloßen Füßen gemacht; man brachte ein


