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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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Und ich drückte ihn leidenſchaftlich an meine Lippen. „Und nun,“ ſagte der Kapitän mit einem Schmerz, der nicht geheuchelt war,„gebt mir Eure Befehle. Wie kann ich, nachdem ich ein ſo großes Unglück verurſacht, ich will nicht ſagen, es ſühnen, aber Euch bei Euren

Nachforſchungen nützlich ſein? Sprecht, und ich werde

Alles in der Welt thun, um Euch zu unterſtützen.“

„Ich danke, mein Herr,“ antwortete ich, indem ich meine Selbſtbeherrſchung wiederzuerlangen ſuchte,„doch ihr vermöget nichts für mich, als mir die Richtung zu bezeichnen, in der man den Grafen weggebracht hat.“

„In der Richtung von Fondeilles, Madame,“ er⸗ wiederte er;„doch zu größerer Sicherheit ſchlagt den Weg ein, den Ihr hundert Schritte von hier zu Eurer Rechten finden werdet; nach einer Viertelmeile trefft Ihr ein Haus, wo Ihr Euch erkundigen koͤnnt.“

„Es iſt gut,“ ſagte ich zum Gärtner.„Ihr begreift, nicht wahr?“

„Ja, Madame.“

„Vorwärts!“

„Ich koͤnnte Madame Pferde anbieten?“ bemerkte, ſchüchtern der Officier.

„Ich danke Euch, mein Herr,“ erwiederte ich,„ich habe Euch Alles gefragt, was ich von Euch zu wiſſen wünſchte, und Ihr habt mir alle Dienſte geleiſtet, die Ihr mir leiſten konntet.“

Ich theilte eine Handvoll Louis d'or unter die drei Soldaten aus. 3

Zwei entfernten ſich, der dritte aber wollte mich durchaus bis zu dem bezeichneten Hauſe geleiten.

Ich ging raſch in der Richtung dieſes Hauſes. Doch ich konnte dem Wunſche nicht widerſtehen, mich umwen⸗ dend zum letzten Mal den durch Euer Blut geheiligten Boden zu grüßen, und ich ſah, daß der Kapitän unbe⸗ weglich an dem Platze ſtand, wo ich ihn verlaſſen hatte, und mir mit ſeinen Augen nachſchaute, wie ein Menſch,