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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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„Ihr habt den Grafen von Moret geſehen, Ihr wißt etwas von ihm; ſagt mir, was Ihr von ihm wißt.“

„Madame, vernehmet, was ich weiß: Man hatte mich mit einer Compagnie Carabiniere abgeſchickt, um den Hinterhalt zu maskiren, der dort im Hohlweg lag; wir ſollten uns, nachdem wir eine Salve gegeben, zurück⸗ ziehen, um den Feind vordringen zu laſſen. Der Herr Graf von Moret, dem daran lag, ſeinen Muth zu zeigen, da er nie in einem Treffen geweſen war, chargirte ver⸗ wegen auf uns und fing den Angriff damit an, daß er mit der Piſtole nach.... bei meiner Treue! Madame, ich ſehe nicht ein, warum ich lügen ſollte.... daß er nach mir ſchoß. Die Piſtolenkugel ſchnitt die Feder an meinem Hute ab. Ich feuerte dagegen und hatte das Unglück, richtiger zu ſchießen.“

Ich ſtieß einen Schreckensſchrei aus,

„Ihr habt es gethan!“ rief ich, einen Schritt zu⸗ rückweichend.

„Madame,“ ſagte der Kapitän,„der Kampf iſt ein redlicher geweſen. Ich glaubte es nur mit einem einfa⸗ chen Officiere des Marſchall⸗Herzogs zu thun zu haben. Hätte ich gewußt, daß derjenige, welcher mich angriff, ein Prinz war, und daß dieſer Prinz der Sohn von Köͤ⸗ nig Heinrich IV., ſo hätte ich ihm eher mein Leben zu ſeiner Verfügung überlaſſen, als nach dem ſeinigen ge⸗ trachtet. Doch erſt als er fiel, hörte ich ihn rufen:„„Zu Hülfe Bourbon! und da vermuthete ich, daß ein großes Unglück geſchehen ſei.“ 3

„Ohl ja,“ rief ich,„ein großes Unglück. Doch iſt er todt?“

„Ich weiß es nicht, Madame. In dieſem Augenblick begann das Musketenfeuer, meine Carabiniere wichen zu⸗ rück, nach dem Befehl, den ſie erhalten, ich wich mit ih⸗ nen zurück und ſah, daß man den Grafen ganz blutig und ohne Hut wegtrug.“

„Oh! ſein Hut, er iſt hier!“ erwiederte ich.