46
die Sporen in den Bauch meines Pferdes, das ſelbſt dem Fallen nahe war, und wir kamen am letzten Feuer des Lagers vorbei.
Wir hatten das Dorf Saint⸗Papoul zu unſerer Rechten gelaſſen, als mein Pferd ſich bäͤumte.
Ich neigte mich und ſah eine ungeſtalte Maſſe: es war ein todter Soldat.
Ich hatte an den erſten Leichnam geſtoßen.
Ich ſprang von meinem Pferde, das ich dem Zufall überließ. Ich war an Ort und Stelle.—
Der Gärtner lief zu den Fackeln und den uns am nächſten Gruppen. Ich ſetzte mich auf einen Erdhügel und wartete.
Der Himmel war immer noch verdüſtert durch große ſchwarze Wolken, der Donner rollte fortwährend im
Weſten, einige Blitze erleuchteten von Zeit zu Zeit das
Schlachtfeld.
Der Gärtner kam mit einer Fackel und einigen Soldaten.
Er hatte ſie beim Ausgraben einer großen Grube gefunden, in welche alle Leichname hineingeworfen werden ſollten, doch noch hatte man keinen hineingeworfen.
Hier erhielt ich allmälig beſtimmtere Nachrichten: Herr von Montmoreney war, obgleich von zwölf Wunden be⸗
deckt, nicht todt, ſondern gefangen genommen worden; man hatte ihn zuerſt in eine Meierei, eine Viertelmeile vom
Schlachtfeld, gebracht; hier hatte er dem Feldprediger
von Herrn von Schomberg gebeichtet, wonach er vom Wundarzt der Chevaulegers verbunden und endlich auf einer Leiter nach Caſtelenaudary getragen worden war. Herr von Rieux war todt; man hatte ſeinen Koͤrper aufgefunden. Was Eunch betrifft, ſo hatte man Euch vom Pferde
fallen ſehen, doch man konnte nicht ſagen, was aus Euch
geworden.
ſe


