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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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Ich fragte, ob Ihr unter dieſer Zahl wäret, man erkundigte ſich. Ein Soldat von der verlorenen Mannſchaft ſagte, er habe Euch fallen ſehen. Ich ſchickte nach ihm; er hatte allerdings einen Anführer fallen ſehen, war aber nicht ſicher, ob Ihr es geweſen. Ich wollte ihn mitneh⸗ men, er konnte aber nicht kommen, weil er auf der Wache war. Nur gab er dem Gärtner alle Auskunft. Es war der Graf von Moret geweſen, der den Feind zuerſt angegriffen hatte, und war er getoͤdtet worden, ſo hatte ihn ein Officier von den Carabinieren, Namens Biteran, getödtet.

Ich vernahm alle dieſe Umſtände mit einem eiskalten Schauder; meine Bruſt war gepreßt, daß ich nicht ſpre⸗ chen konnte, und Schweißtropfen ſo groß als meine Thränen rollten über mein Geſicht und vermengten ſich mit dieſen.

Wir begaben uns wieder auf den Weg; wir hatten zwoͤlf bis dreizehn Meilen in fünf Stunden gemacht; da ich jedoch mein Pferd in Cannes gewechſelt hatte, ſo konnte ich Caſtelnaudary erreichen; fiel das des Gärtners unter Weges, ſo verſprach er mir, ſich an der Mähne des meinigen feſtzuhalten und mir ſo zu folgen.

Aber wir aus Montolieu wegritten, geriethen wir in einen Wald, der bewacht war. Wir gaben uns zu er⸗ kennen. Man führte uns an den Rand des Bernaſſonne⸗ Baches, den wir durchwateten, ſowie zwei andere Bäche, welche wir noch auf unſerem Wege fanden. Zwiſchen Ferrais und Vilespy fiel das Pferd des Gärtners und konnte nicht mehr aufſtehen; doch glücklicher Weiſe waren wir beinahe an Ort und Stelle: wir erblickten die Bi⸗ vouaes des koͤniglichen Heeres und auf den Wiesgründen, wo der Kampf ſtattgefunden hatte, umherirrende Lichter.

Mein Reiſegefährte ſagte mir, dieſe Lichter ſeien die der Soldaten, welche ohne Zweifel die Todten zu beerdigen ſich anſchickten. Ich bat ihn, ſeine Kräfte zum letzen Mal anzuſtrengen, um mir zu folgen, drückte