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Schomberg und das von Herrn von Montmorency ſtehen einander gegenüber. Der alte Marſchall vergaß indeſſen nicht, daß Herr von Richelieu nur ein Miniſter war und fallen konnte, daß der Koͤnig nur ein Menſch war und ſterben konnte. Dann wurde Monſieur, derjenige, gegen welchen er marſchirte, und in dieſem Augenblick der Prä⸗ ſumtiverbe der Krone, König von Frankreich. Er eröffnete alſo mit Monſieur eine neue Unterhandlung und ſchickte Herrn von Cavoie zum Parlamentiren ab.
Wir wußten dies Alles. Meine Seele hing ſich an jede Hoffnung an, die ſie zum Himmel emporhob. Ich wartete ängſtlich auf die letzte Antwort von Herrn von Montmorency.
War es Verzweiflung, war es Hochmuth, auf ſeine Tapferkeit vertrauend, antwortete der Unglückliche, wie Ihr wißt:
„Kämpfen wir zuerſt, nach der Schlacht wird man parlamentiren.“
Von da war jede Hoffnung auf eine gütliche Bei⸗ legung verloren, und da ein Sieg des Herzogs von Mont⸗ morency allein Euch retten konnte, ſo vergaß ich meine Pflichten als Tochter, ich vergaß meine Pflichten als Unterthanin, und am Fuße der Altäre niedergeworfen, betete ich zu dem Gott der Heere, er möge einen günſtigen Blick dem Sieger von Vellano und dem Sohne des Siegers von Jory zuwenden.
Von dieſem Augenblick an wartete ich nur noch auf eine Nachricht: auf die von der Schlacht.
Ach! am 1. September, um fünf Uhr Abends, kam dieſe Nachricht, entſetzlich, unſelig, verzweiflungsvoll.
Die Schlacht war verloren. Der Marſchall⸗Herzog war gefangen genommen, und Ihr waret, wie die Einen ſagten, auf den Tod verwundet, wie die Andern ſagten, todt!..
Ich verlangte nicht mehr; ich ließ den Gärtner ho⸗ len, den ich zum Voraus für mich gewonnen hatte, be⸗


