Druckschrift 
Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
Einzelbild herunterladen

42

ordnete, und zugleich erhielt das Parlament von Toulouſe den Befehl, ihm den Proceß zu machen.

Am andern Tag verbreitete ſich das Gerücht, die gleiche Erklärung ſei in Betreff Eurer, obgleich Ihr ein

Koͤnigsſohn, und in Betreff des Herrn von Rieux er⸗

ſchienen.

Denkt Euch, wie mein armes Herz bei allen dieſen Gerüchten erſchüttert wurde.

Am 24. ſah ich im Saint⸗Pons einen Emiſſär des Cardinals paſſiren; er hatte, wie man ſagte, Herrn von Montmorency Friedensvorſchläge zu machen. Ich bewog meine Tante, ihm Erfriſchungen anbieten zu laſſen. Er nahm es an und verweilte einen Augenblick im Sprachzimmer. Ich ſah ihn, ich befragte ihn. Was man geſagt hatte, entſprach der Wahrheit. Ich hatte einige Hoffnung.

Dieſe Hoffnung vermehrte ſich noch, als ich erfuhr, der Erzbiſchof von Narbonne, ein vertrauter Freund von Herrn von Montmorency, habe ſich auch in der Abſicht, den Marſchall⸗Herzog zum Niederlegen der Waffen zu veranlaſſen, nach Carcaſſonne begeben. Die Vorſchläge, die er dem Gouverneur des Languedoc zu machen hatte, ſollten ſehr annehmbar und ſogar vortheilhaft für ſein Vermögen und für ſeine Ehre ſein.

Bald verbreitete ſich das Gerücht, der Marſchall⸗ Herzog habe Alles ausgeſchlagen. Was Euch betrifft, denn Ihr begreift, daß man viel von Euch ſprach, und das war zugleich ein Grund des Schreckens und des Troſtes für mich, was Euch betrifft, ſo ſagte man, es ſei Euch ein Brief vom Cardinal ſelbſt geſchrieben worden, doch Ihr habet erwiedert, Euer Wort ſei ſeit langer Zeit Monſieur verpfändet, und Monſteur allein koͤnne Euch Euer Wort zurückgeben.

Ach! feig und ſelbſtſüchtig, gab er es Euch nicht

zurück.

Am 29. erfuhren wir, das Heer von Herrn von

SESS=S

„n 282—

—————+