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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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nan derun weniger die über die Welt ausgeſtreckte Hand ottes?

Ich werde Euch nicht ſagen, ich ſei ein niedriges Weib; ich werde Euch ſagen: ich bin adelig, ich bin reich, ich bin glücklich geweſen, ich bin nichts mehr von Allem dem; ich habe mit ganzer Seele einen Mann geliebt, der mich auch mit ganzer Seele liebte.

Dieſer Mann iſt todt; die eiſige Hand des Schmer⸗ zes hat mir meine weltlichen Kleider abgeſtreift und mir den heiligen Rock angezogen, das Zwiſchenkleid, den Leichenputz von denjenigen, welche nicht mehr leben und doch noch nicht geſtorben ſind.

Vernehmet nun, wo die Wunde liegt.

Ich bin Nonne geworden, um denjenigen zu vergeſ⸗ ſen, welcher geſtorben iſt, und mich nur Gottes zu erin⸗ nern, und zuweilen vergeſſe ich Gott, um mich nur des⸗ jenigen zu erinnern, welcher geſtorben iſt.

Darum klage ich, darum jammere ich, darum rufe ich zum Herrn: Herr erbarme Dich meiner.

Ohl ſagt mir, wie Ihr es gemacht habt, um Eure Seele von dem Schmerze zu leeren, der ſie erfüllte. Habt Ihr ſie geneigt, wie man einen Becher neigt? Ich mache es bei meinen Gebeten ſo, und nach jedem Gebete finde ich meine Seele voller von irdiſcher Liebe, als zuvor, als ob ſie, ſtatt den bittern Trank, den ſie enthält, auszugleßen, ſich neigend aus dem glühenden See nur einen neuen Trank zu ſchoͤpfen vermoͤchte.

Eure Antwort wird einfach ſein, und ich höre ſie zum Voraus:Ich habe nie geliebt.

Wenn Ihr nie geliebt habt, mit welchem Rechte rühmt Ihr Euch dann, gelitten zu haben?

Ihr hättet damit anfangen und mir ſagen ſollen: Ich habe nie geliebt.

Dann hätte ich Euch weder um Beiſtand, noch um Troſt gebeten; dann hätte ich Eure Abneigung und Euer Stillſchweigen nicht nur zugelaſſen, ſondern ich wäre an