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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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der Menſchheit erblickte, den man brüllen hört, aber nicht

ſieht, und der ſich unabläſſig um uns dreht, querens quem devoret, ſuchend, wen er verſchlingen ſoll.

Und nun, wenn es mir nicht ein Vergnügen, das mich erſchreckt, machte, dieſe Taube wiederzuſehen, und Eure Briefe zu empfangen, ſo würde ich Euch ſagen: Erzählt mir, meine Schweſter, wie Iris Euch verlaſſen hat, nachdem ich Euch erzählt habe, wie Iris zu mir ge⸗ kommen iſt.

Morgen wird der erſte Strahl des Tages mein Fenſter offen finden, und mit dieſem erſten Strahl ſoll Eure Boͤtin aufbrechen und Euch dieſe Antwort bringen.

Mittlerweile moͤgen alle dieſe geflügelten Kinder, die man die Träume nennt, ſich ehrerbietig auf Eurem Lager niederſenken und Eure Stirne mit dem Schlage ihrer Flügel kühlen.

Vierter Brief.

Am 10. Mai, nach der Mette.

Ich brauchte drei Tage, um Euch zu antworten, wie Ihr aus dem Datum meines Briefes ſeht; der Eurige ließ mir keinen Zweifel. Ich hoffte, Euch meine Schwe⸗ ſter nennen zu können, und ich muß darauf verzichten, Euch zu ſchre iben, oder Euch meinen Bruder nennen.

Ihr fürchtet, ſagt Ihr, Ihr fürchtet, ein Flügel Eures Rockes ſei in der Thüre, die ſich gegen die Welt öffnet, eingeklemmt geblieben. Ihr ſeid alſo von der Welt in die Einſamkeit übergegangen?