Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
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endlich ſeinen lange verfolgten Zweck zu erreichen. Aber alle ſeine Erwartungen wurden übertroffen, als er in einem und demſelben Wagen Bernard und Charlotte Vanner erblickte. Er verlor keinen Augenblick.

Auf dem ganzen Wege nach dem Marktflecken Ram⸗ bouillet begegnete unſern Freunden nichts Verdächtiges; ſte überholten nur einige Landleute, welche gleichfalls von Verſailles kamen und wahrſcheinlich in ihre Heimath zu⸗ rückkehren wollten. In Rambouillet ſelbſt ward die An⸗ weiſung in Ordnung gefunden und 2000 Francs in Gold ohne Aufenthalt ausgezahlt. Bernard trat mit Char⸗ lotte Vanner und Aubry den Rückweg an.

Unterdeſſen war es Abend geworden und im Walde vom Ramboulllet hatten ſich ein Dutzend bewaffnete Män⸗ ner zwiſchen den Canal und die Fahrſtraße gelagert, ſo daß ſie hinter dem gelben Laube der mannigfachen Ge⸗ büſche verborgen waren. Ihre Kleider waren dermaßen beſchmuzt, daß ſte offenbar in größter Eile auf dem ko⸗ thigen Wege dahergekommen ſein mußten. Es war Le⸗ elere mit ſeinen Brigands, die er mit Branntwein trac⸗ tirt und durch Verheißung einer reichen Beute gelockt hatte. Nur ein kleiner ſchielender Kerl, den wir beim Wundarzt Girardin geſehen haben, nur der eifrige Rohaliſt Cottin war aus andern Gründen mitgekommen.