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vor, welchen wir ſchon ein paarmal auf dem Groéve⸗ Platze bemerkt haben; er war jedermann unter dem Namen des Gurgelabſchneiders bekannt und doch wußte niemand ſeinen Namen. So hatte er auch den Gardes du Corps Deshuttes und Varicourt die Köpfe ab⸗ geſchnitten, welche dann auf Spieße geſteckt und im Triumph von Verſailles nach Paris und zuletzt in's Pa⸗ lais⸗Royal getragen worden waren. So ſah man auch jetzt noch hier und da Banden von Raſenden gefangene Gardes du Corps wegführen. Einige ſchrien:„An die Laterne mit ihnen!“ Andre riefen den Gurgelabſchneider mit lautem Geſchrei. Es erſchien ein langbärtiger Mann mit einem weißen Bleche auf der Bruſt und einem an⸗ dern auf dem Rücken, mit aufgeſtrichenen Hemdenärmeln und blutigen Händen, mit einem Beil bewaffnet, das er über dem Kopfe ſchwang, wodurch er andeutete, was er zu thun gedachte...
Da erſchien plötzlich Lafahette, der keine halbe Stunde geruht hatte, und rief der Nationalgarde zu: „Meine Herren, ich habe dem Koͤnig mein Ehrenwort
gegeben, daß keinem Menſchen ein Leid zugefügt werden
ſollte. Wenn Sie die königlichen Garden erwürgen laſſen, ſo iſt mein Ehrenwort gebrochen und ich bin nicht mehr werth Ihr Chef zu ſein!“ Nach dieſen energiſchen Wor⸗


