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land wird Ihnen dankbar ſein. Kommen Sie morgen zu mir, um ſich die Belohnung zu holen.“
„Eine überreichliche Belohnung wird es mir ſein, der hochherzigen franzöſiſchen Nation einen kleinen Dienſt erwieſen zu haben; ich verlange keine andre.“
„Es lebe die Schweizerbraut! Es lebe die Tochter der Baſtille!“ rief das Volk, dem dieſe einmal ausge⸗ ſprochenen Namen Vergnügen zu machen ſchienen.
Aber mit einem bösartigen Zuge um den Mund, den er gar nicht verbergen konnte, ſprach der Herzog:
„Wie edelmüthig! Indeſſen Ihre Belohnung werden Sie erhalten, und ich kann Sie nicht verdenken, wenn Sie ſich lieber von der ganzen Bürgerſchaft als von ei⸗ nem einzelnen Menſchen belohnen laſſen wollen.“
Der abſcheuliche Doppelſinn dieſer Aeußerung wurde vielleicht nur von Bernard gefühlt, welcher ſich mit hochrothem Geſicht eben bereit machte, ſie zu beantwor⸗ ten, als der Herzog aufſtehend hinzufügte:
„Beide Documente ſind ſogleich nach dem Stadthauſe zu ſchaffen und den Wählern mitzutheilen, damit dieſe über deren Folgen entſcheiden. Dies wird der Gardiſt Bernard mit ſeiner ſchönen Braut beſorgen...“
Beide gingen unter dem Zuruf der Menge und Viele folgten ihnen nach.


