vielmehr, Gott ſei Dank! geweſene Gouverneur ließ ſich einen Gemüſegarten daraus machen und den Gefangenen den Zutritt unterſagen.
Nun kam ich nur zuweilen noch in den großen Hof, umgeben von den fenſterloſen Mauern und ſchweigenden Schildwachen, wo ich nichts hörte als die dumpfen Schläge der Uhr, deren Zifferblatt von zwei gekrümmten Sklaven gehalten wurde. Wenn es ſich traf, daß irgend ein Fremder oder ein Diener des Gouverneurs durch den Hof gehen mußte, ſo rief mir die Schildwache zu:„In's Cabinet!“ Dieſes war ein langes finſtres Gemach in einer der dicken Mauern zwiſchen den Thürmen, aus wel⸗ chem ich erſt wieder erlöſ't wurde, wenn die Perſon ent⸗ fernt war, welche mich nicht ſehen ſollte. Um aber die Spaziergänge der Gefangenen in dieſem Hofe nicht zu oft zu unterbrechen, wie es doch an den Tagen geſchehen mußte, wo de Launoh ſeine Freunde bewirthete und viel nach der ſeinem Hotel gegenüber liegenden Küche ge⸗ laufen werden mußte, fand der menſchenfreundliche Mann das Auskunftsmittel, dieſe Spaziergänge an ſolchen Tagen (und ſie kehrten oft wieder) ganz zu verbieten.
In der Capelle durfte ich anfangs beinahe täglich die Meſſe hören, natürlich hinter einem eiſernen Gitter und einem dichten Vorhange. Später wurde auch das ſeltner


