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Jahre ein, um noch mehr zu erfahren, obgleich man mich nicht weiter verhört hat.
Da ich nie eine Klage mehr laut werden ließ, ſo ſchien man freundlicher gegen mich zu werden. Man führte mich ein paarmal in die Bibliothek der Baſtille, die Stiftung eines zu Anfange dieſes Jahrhunderts darin geſtorbenen Fremden. Sowie man geſehen hatte, auf welche Werke meine Wahl fiel, erhielt ich kein Buch mehr.
Es beſuchten mich auch mehrere Officiere des General⸗ ſtabs, ſprachen ſehr vertraut mit mir und erkundigten ſich ganz ungezwungen nach allen meinen frühern Be⸗ kannten und Freunden. Nachdem ſie erfahren oder nicht erfahren hatten was ſte wiſſen wollten, ſtellten ſie ihre Beſuche ein.
Zuweilen ward ich auf meinen Thurm geführt, um die Annehmlichkeit der Ausſicht zu genießen. Es trat dann wohl einer der Mitgefangenen zu mir, von denen ich ſonſt nie einen zu ſehen bekam, beklagte ſich über die Gefangenſchaft und beſonders über deren Härte, redete mir von ſeiner Unſchuld vor und ſchimpfte auf die Re⸗ gierung. Ich zuckte kaum mit den Achſeln und mit dem Gange auf den Thurm war es aus.
Auf den Baſteien war eine angenehme Promenade, die ich dann und wann benutzen durfte. Der jetzige oder


