Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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ſelbſt nicht, ob mein Vater noch lebt ach, es iſt grau⸗ ſam von der Welt ganz abgeſchieden zu ſein...

Daſſelbe Schickſal, ſagte Tavernier, ein Mann von mehr als funfzig Jahren,habe ich dreißig Jahre lang ertragen und bin zuletzt auf den Gedanken gekom⸗ men, daß außer meinem Kerkermeiſter faſt gar keine Men⸗ ſchen mehr auf der Erde lebten. Es iſt den Herren hier vielleicht nicht unangenehm zu hören, aus welchem Grunde ich vor dreißig Jahren eingekerkert wurde und welches Leben ich ſeitdem geführt habe.

O, vom höchſten Intereſſe iſt das, ſagte der Her⸗ zog;nicht wahr, meine Lieben? wendete er ſich an die Menge der Umſtehenden.

Ja, mein Herr, erzählen Sie! riefen Einige.

Sprechen Sie von den Tyrannen! ſagten Andre.

Ich hatte das Unglück ein Freund des Herrn von Eſtioles zu ſein, nahm Tavernier wieder das Wort. Ich ging ihm mit Rath und That an die Hand, daß er ſeine Frau wieder bekäme, welche König Ludwig XV. ſchon ſeit längerer Zeit zur Marquiſe von Pompadour erhoben hatte. Eſtioles erhielt Befehl Paris zu ver⸗ laſſen und entfloh, um einer Lettre de Cachet zu entgehen. Ich verbarg mich ſo gut ich konnte, weil ich nur wie durch ein Wunder einem Mordverſuch entgangen war.