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„Er verbeugte ſich vor mir, nahm den Saum mei⸗ nes Kleides, küßte ihn und ging weg, ohne etwas An⸗ deres zu ſagen, als die drei Worte:
„„Gott behüte Euch!““
„Ich befand mich wieder allein.
„Jeden Augenblick erwartete ich, meinen Vater er⸗ ſcheinen zu ſehen, und ich zitterte bei dem Gedanken, ge⸗ nöthigt zu ſein, ihm eine Erklärung zu geben; doch zu meinem großen Erſtaunen hörte ich nichts von ihm.
„Zur Stunde des Mittagmahles ließ ich ihm ſagen, da ich mich ein wenig unpäßlich fühle, ſo bitte ich ihn um Erlaubniß, in meinem Zimmer eſſen zu dürfen.
„Dieſe Erlaubniß wurde mir ohne Widerrede und ohne Commentare ertheilt.
„Es verliefen drei Tage.
„Am dritten Tage meldete mir, wie ſie es ſchon einmal gethan, Beatrix Don Ruiz.
„Wie das erſte Mal, gab ich Befehl, ihn einzu⸗ führen. Die Art, wie er mich bei unſerer letzten Zu⸗ ſammenkunft verlaſſen, hatte mich tief gerührt: es lag etwas Erhabenes in der Ehrfurcht, die er einem armen verlorenen Mädchen gezeigt.
„Er trat ein und blieb bei der Thüre.
„„Kommt näher, Senor Don Ruiz,“ ſagte ich zu ihm.
„„Meine Gegenwart ſetzt Euch in Erſtaunen und iſt Euch läſtig, nicht wahr?““ fragte er.
„„Sie ſetzt mich in Erſtaunen, iſt mir aber nicht läſtig,““ erwiederte ich,„„denn ich fühle, daß ich an Euch einen Freund habe.““—
„„Ihr täuſcht Euch nicht, und dennoch hätte ich Euchemeinen Anblick erſpart, wäre mein Anblick nicht für Eure Ruhe nöthig geweſen.““
„„Erklärt mir das, Senor Don Ruiz.““
„Ich konnte Eurem Vater nicht ſagen, Ihr habe


