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offen, denn mir ſchien, ich athme ſchlecht durch dieſe eiſernen Stangen.
„Das Schmelzen des Schnees batte den Guadal⸗
nivir, der beinahe unter meinen Fenſtern rollte, an⸗ Peſswellt Ich folgte, die Augen nach dem Himmel gerichtet, dieſen umherirrenden Wolken, die ein launen⸗ hafter Wind zwanzigmal in einer Viertelſtunde For⸗ men und Anblick wechſeln ließ, als ich mitten in der auf dem Fluſſe angehäuften Finſterniß eine Barke ge⸗ führt von einem einzigen Fiſcher kommen ſah. Ich zog mich zurück, um nicht bemerkt zu werden, und mit der Abſicht, meinen Platz wieder einzunehmen, wenn der Fiſcher vorübergefahren wäre; plötzlich aber erſchien ein Schatten, die Sterne des Himmels für mich ver⸗ ſchleiernd, und ein Mann ſtieg über den Balcon; ich ſtieß einen Schreckensſchrei aus; auf dieſen Schrei erwiederte eine wohlbekannte Stimme:
„„Ich bin es, Mercedes... Stille!““
„Er war es in der That; ich hätte flieben müſſen, das fiel mir aber gar nicht ein; ich fiel halb ohnmäch⸗ tig in ſeine Arme. Als ich wieder zu mir kam.. ach! ich gehörte nicht mehr mir, Sire.
„Der Unglückliche war nicht gekommen, um dieſes Verbrechen zu begehen; er war gekommen, um mich zum letzten Male zu ſehen und mir Lebewohl zu ſagen; er ging mit dem Genueſen Colombo auf eine Ent⸗ deckungsreiſe ab. Von fern hatte er mich auf dem Balcon erblickt; mein Rückzug ließ ihm den Eingang frei. Nie hatte er das Gitter offen gefunden; es war das erſte Mal, daß er in mein Zimmer eindrang.
„Da erneuerte er ſeine dringenden Bitten, um mich zu beſtimmen, ihm zu folgen; wollte ich ihn bei dem abenteuerlichen Unternehmen, das er zu verſuchen im Begriffe war, begleiten, ſo würde er es bei Colombo dahin bringen, daß ich ihm als Mann verkleidet fol⸗ gen könnte; zöge ich irgend einen andern Ort der
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