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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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276 V

„Der Krieg zwiſchen den Chriſten und den Mauren war hitziger als je.

„Eines Abends kündigte er mir an, des Lebens müde, wolle er ſich tödten laſſen.

„Ich weinte, doch ich gab nicht nach. Er ging ab.

„Ein Jahr lang ſah ich ihn nicht; aber während dieſes Jahres gelangte der Ruf von ſeinen Thaten ſo mächtig hallend zu mir, daß, wenn ich ihn hätte mehr lieben können, meine Liebe noch durch ſeinen Muth und ſeinen Ruhm zugenommen haben müßte.

„Dieſe Nachrichten wurden uns meiſtens durch einen jungen Mann überbracht, der mit ihm den Kämpfen, die er erzählte, beigewohnt und ſeine Ge⸗ fahren getheilt hatte. Dieſer junge Mann, ſein Waffen⸗ gefährte, war der Sohn von einem Freunde meines Vaters und hieß Don Ruiz de Torrillas...“

Der König hörte mit finſterem Auge, ſtumm und unbeweglich wie ein Marmor. Dona Mercedes wagte es, die Augen zu ihm anfzuſchlagen; ſie wollte es ver⸗ ſuchen, aus ſeinem Blicke zu errathen, ob ſie ihre Er⸗ zählung beſchleunigen oder weiter ausführen ſollte.

Don Carlos begriff dieſe ſtumme Frage.

„Fahret fort,“ ſagte er.

„Die Aufmerkſamkeit, die ich den Erzählungen von Don Ruiz ſchenkte, der Eifer, mit dem ich herbei⸗ lief, wenn man ſeine Gegenwart meldete, ließen ihn ohne Zweifel glauben, dieſe Sympathie ſei für ihn, während ſie ſich ganz und gar von demjenigen, welcher gegenwärtig war, auf den Abweſenden übertrug; ſeine Beſuche wurden auch häufiger, und in Ermangelung ſeiner Stimme fingen ſeine Augen an mir die Geheim⸗ niſſe ſeines Herzens anzuvertrauen.

„Von da an, obgleich es mich Ueberwindung koſtete, nicht mehr von dem Manne, welcher alle meine Gedanken beſaß, und der alle meine Freuden mitge⸗