kte, büre war
Hut
XXX. Die Beichte.
Bei dieſem erſten Geſtändniß athmete der König ſchon freier.
„Ich höre,“ ſprach er mit ſeinem kurzen, gebiete⸗ riſchen Tone. 8
„Sire,“ begann Mercedes,„ich will Euch von den Dingen erzählen, welche nur mit Mühe durch den Mund einer Frau gehen, obſchon ich entfernt nicht ſo ſchuldig bin, als ich beim erſten Aublicke zu ſein ſchei⸗ nen dürfte; ſeid aber, wenigſtens in Worten, nach⸗ ſichtig gegen mich, das bitte ich Euch inſtändig, denn ich befürchte, daß ich ſonſt nicht fortfahren könnte.“
„Sprecht unerſchrocken, Dona Mercedes,“ erwie⸗ derte der König mit leicht gemildertem Tone,„und nie wird ein in das Ohr eines Prieſters ergoſſenes Geheimniß gewiſſenhafter bewahrt worden ſein als das, welches Ihr Eurem König anvertraut.“
„Dank ſei Euch geſagt, Sire!“ rief Mercedes.
Und nachdem ſie mit der Hand über die Stirne geſtrichen hatte, nicht, um darin alle ihre Erinnerungen zu vereinigen oder zu concentriren,— es ließ ſich leicht ſehen, daß ihr alle ihre Erinnerungen gegenwärtig waren,— ſondern um den Angſtſchweiß, der ſie be⸗ deckte, abzuwiſchen, ſprach ſie:
„Sire, ich war mit dem Sohne eines Freundes von meinem Vater erzogen worden, wie man einen Bruder mit einer Schweſter erzieht, ohne einen Augen⸗ blick zu vermuthen, es gebe in der Welt ein anderes El Salteador. 18


