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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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„Ich flehe Euch an, Don Fernando.“

„Ihr übt eine ſeltſame Macht über mich!“ rief der junge Mann.„Doch nein, nein, ich werde Euch mei⸗ nen Degen nicht geben.“

Don Inigo ſtreckte die Hand aus.

„Euren Degen,“

Es trat ein Augenblick des Stillſchweigens ein; Don Inigo wandte während deſſelben zur Verführung von Don Fernando das ſeltſame Privileginm des Zau⸗ bers an, den er auf ihn von dem erſten Tage, wo er ihn geſehen, ausgeübt hatte.

„Oh!“ murmelte dieſer,„wenn ich bedenke, daß mein Vater mich nicht bewegen konnte, dieſen Degen in die Scheide zu ſtecken; wenn ich bedenke, daß ihn zwanzig Männer nicht meinen Händen entreißen konn⸗ ten; wenn ich bedenke, daß ich mich, wie ein verwun⸗ deter Stier, ſtark genug fühle, ein ganzes Regiment in Stücke zu reißen, und daß Ihr, unbewaffnet, nur ein Wort zu ſagen braucht!“

„Gebt!“

„Oh! ſagt Euch wohl, daß ich mich Euch al⸗ lein ergebe; daß Ihr es ſeid, der mir zugleich Furcht und Achtung einflößt, und daß ich zu Euren Füßen und nicht einmal zu denen des Königs dieſen vom Griffe i⸗ zur Spitze vom Blut zerfreſſenen Degen nieder⸗ lege.“

Und er legte in Demuth den Degen zu den Füßen von Don Inigo.

Der Großjuſticiar hob ihn auf und ſprach:

„Es iſt gut, und der Himmel iſt mein Zeuge, daß es bei dieſer Gelegenheit, Don Fernando, wo Du der Angeklagte biſt und ich der Richter bin, ſüßer für mich wäre, mit Dir zu tauſchen, und daß ich weniger leiden würde unter der Gefahr, die Du läufſt, als unter dem Schmerze, den ich empfinde.“

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