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„Was gedenkt Ihr denn mit mir zu machen?“ fragte Don Fernando, die Stirne faltend.
„Du gibſt mir Dein Ehrenwort, daß Du nicht zu entfliehen ſuchſt, ins Gefängniß gehſt und dort das Belieben des Königs abwarteſt.“
„Gut, Ihr habt es.“
„Folge mir.“
Da trat Don Inigo an die Treppe und rief:
„Platz! und es erhebe ſich nicht eine Stimme, um den Gefangenen zu beleidigen: er iſt nun unter der Obhut meiner Ehre.“
Jeder zog ſich zurück. Der Großjuſticiar ſtieg, ge⸗ folgt von Don Fernando, die ganz von Blut naſſe Treppe hinab.
Bei der Thüre angelangt, ſchaute der junge Maun mit einem verächtlichen Blicke riugs umher; da erhob ſich Geſchrei, trotz der Ermahnung von Don Inigo, und man vernahm Drohungen. Don Fernaudo wurde bleich wie der Tod und ſtürzte nach einem Degen, der der Hand eines Erſtochenen entfallen war.
Doch Don Inigo brauchte nur eine Geberde zu. machen.
„Ich habe Euer Wort,“ ſprach er.
„Und Ihr könnt darauf zählen,“ erwiederte der Gefangene, indem er ſich verbeugte.
Und der Eine ging gegen die Stadt hinab, um ſich ins Gefängniß zu begeben, während der Andere über den Platz de las Algives hinſchritt, um Don Carlos im Palaſte der Albambra aufzuſuchen.
Der König wartete düſter und ſtumm, im Saale der Zwei Schweſtern auf und abgehend, als man ihm den Großjuſticiar meldete.
Er blieb ſtehen, erhob das Haupt und heftete ſeine Augen auf die Thüre.
Don Inigo erſchien.


