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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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Da begann ein verzweifelter Kampf.

Don Fernando— denn er war es— hatte ſich auf die ſchmale Wendeltreppe geflüchtet, welche durch zwei Stockwerke oben auf die Plattform führte. Hier war ihm die Vertheidigung leicht; er kämpfte Stufe um Stufe, und auf jeder Stufe ſiel ein Mann.

Der Kampf dauerte eine Stunde, als Don Inigo ankam. Er näberte ſich ganz ſchauernd, hegte indeſſen noch einige Hoffnung, der Flüchtlug werde nicht Don Fernando ſein; dieſe Hoffnung war aber von kurzer Dauer. Kaum hatte er den Fuß in den Thurm geſetzt, als er die Stimme des jungen Mannes, den Lärmen beherrſchend, vernahm.

Don Fernando rief:

„Kommt, kommt, Ihr Feigen! Ich bin allein gegen Euch Alle! Ich weiß es wohl, ich werde hiebei mein Leben laſſen; doch für den Preis, um den ich es verkaufen will, ſeid Ihr noch nicht zahlreich genng!“

Das war wohl er!

Ließ man die Dinge ihren Gang verfolgen, ſo war es, wie Don Fernando ſelbſt geſagt hatte, un⸗ möglich, daß er dem Tode entkam.

Nur war der Tod raſch und unvermeidlich.

Wenn es dagegen Don Inigo gelang, ihn zu ver⸗ haften, ſo blieben noch die äußerſten Chancen der Rettung, welche immer einem Verurtheilten die Liebe einer Mutter und die Milde eines Königs bewabren.

Don Inigo beſchloß auch, den Kampf anfhören zu machen.

„Haltet ein!“ rief er den Angreifenden zu;„ich vin Don Inigo, Großjuſticiar von Andaluſien, und ich komme im Auftrage von König Don Carlos!“

Doch es war nicht leicht, ſo den Zorn von zwanzig Menſchen zu beſchwichtigen, welche von einem Einzigen im Schach gehalten wurden.