253 „Ihr ſeht, ich habe nicht die Kraft,“ ſagte ſte.
den,„Ich werde Euch unterſtützen, Senora,“ ſprach
Dona Flor, indem ſie Mercedes mit ihrem Arme um⸗
ale, ſchlang und mit einer Stärke aufhob, die man in
iber dieſem ſchwachen Körper nicht zu finden erwartet hätte.
das Mercedes ſtieß einen Seufzer aus und ließ ſich mal führen.
Fünf Minuten nachher klopften die Mutter und
lor, die Geliebte, in Thränen zerfließend, an der Thüre
von Don Ruiz.
n2“ 1„Wer iſt da?“ fragte Don Ruiz mit mürriſchem one. „Ich!“ erwiederte Dona Mercedes mit kaum ver⸗ ſtändlicher Stimme. .„Wer denn?“ dur„Seine Mutter.“
Man hörte im Zimmer etwas wie ein Seufzen; dann näherten ſich langſame, ſchwere Tritte; dann öffnete ſich die Thüre.
Don Ruiz erſchien mit graſſem Auge, verwirrten Haupthaaren und ſtruppigem Barte.
Er ſchien ſeit einer halben Stunde um zehn Jahre ich älter geworden zu ſein.
„Ihr?“ ſagte er.
Und Dona Flor erblickend, fügte er bei:
nein„Doch Ihr ſeid nicht allein; es wunderte mich auch, daß Ihr es wagtet, allein zu kommen.“
„Um mein Kind zu retten, werde ich Alles wa⸗ gen!“ erwiederte Mercedes.
ſich„Tretet alſo ein, jedoch allein.“ „Don Ruiz,“ flüſterte Dona Flor,„erlaubt Ihr ung der Tochter Eures Freundes nicht, ihre Bitte mit der einer Mutter zu verbinden?“ fzu⸗„Willigt Dona Mercedes ein, mir vor Euch zu
ſagen, was ſie mir zu ſagen hat, ſo tretet ein.“
fiel


