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den, und dieſes Herz wird hoffentlich ein Mittel finden, den Sohn zu retten!“
Dona Mercedes ſaß in demſelben unteren Saale, wo ſie eine Stunde vorher ihrem Sohne gegenüber ſtand und mit der Hand auf ihr Herz drückte, das vor Freude ſo heftig ſchlug; ihre Hand drückte diesmal darauf, daß es nicht vor Schmerz brach.
„Meine Mutter, meine Mutter!“ ſagte Dona Flor, „gibt es denn kein Mittel, Don Fernando zu retten?“
„Hat Dir Dein Vater einige Hoffnung gegeben?“ fragte Mercedes.
„Nein.“
„Dann glaube Deinem Vater.“
Und ſie brach in ein Schluchzen aus.
„Aber, Senora,“ verſetzte Dona Flor,„mir ſcheint, wenn Ihr nach einer zwanzigjährigen Ehe Don Ruiz um dieſe Gnade bitteu würdet.. 2“
„Er würde ſie mir verweigern.“
„Ei! ein Vater iſt immer Vater!“
„Ja, ein Vater!“ erwiederte Mercedes.
Und ſie ließ ihren Kopf in ihre Hände fallen.
„Gleichviel, Senora, verſucht es immerhin, ich bitte Euch inſtändig.“
Mercedes blieb einen Augenblick nachdenkend.
„In der That,“ ſprach ſie,„das iſt nicht mein Recht, doch es iſt meine Pflicht.“
Sodann zu dem alten Diener:
„Vicente, wo iſt Euer Herr?“
„Er iſt in ſein Zimmer zurückgekehrt und hat ſich darin eingeſchloſſen.“
„Ihr ſeht,“ ſagte Mercedes, die Entſchuldigung annehmend, die ſich ihr bot.
„Bittet ihn mit Eurer ſanften Stimme, aufzu⸗ machen, und er wird aufmachen.“
Mercedes verſuchte es, aufzuſtehen, doch ſie fiel wieder in ihren Lehnſtuhl zurück.


