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und holte die Amme von Don Fernando und einen alten Diener, der Knappe von Don Ruiz in den Krie⸗ gen mit den Mauren geweſen war, indeß Dona Flor, im höchſten Maaße, erſtaunt, der alten Dame zuflüſterte:
„Warum denn nicht mein Vater, Senora?“
Mercedes ſchloß aber wieder die Augen und fing an, ihre Kräfte zuſammenraffend, obgleich ihre Ohn⸗ macht fortzuwähren ſchien, ein paar Schritte gegen das Haus zu machen, ſo daß ſie beinahe die Schwelle be⸗ rührte, als die zwei Diener herauskamen, um ihr zu Hülfe zu eilen.
Dona Flor wollte mit Mercedes eintreten, doch bei der Thüre hielt ſie ihr Vater zurück und ſagte u ihr:
„Wir treten zum letzten Male in dieſes Haus ein; nehmt von Dona Mercedes Abſchied, und kommt hieher zu mir zurück.“
„Abſchied! zum letzten Male in dieſem Hauſe? Und warum denn, mein Vater?“
„Kann ich bei der Mutter wohnen, deren Sohn ich dem Tode überliefern ſoll?“
„Dem Tode! Don Fernando?“ rief das Mädchen erbleichend.„Ihr glaubt, der König werde Don Fer⸗ nando zum Tode verurtheilen?“
„Gäbe es eine Strafe, welche ſchlimmer als der Tod, ſo würde Don Fernando zu dieſer verurtheilt.“
„Mein Vater, könntet Ihr nicht Don Ruiz, Euren Freund, aufſuchen und ihn erweichen?“
„Ich kann nicht.“
„Kann nicht Dona Mercedes zu ihrem Gemahl Pehen und es bei ihm dahin bringen, daß er ſeine
lage zurücknimmt?“
Don Inigo ſchüttelte den Kopf.
„Sie kann es nicht.“
„Oh! mein Gott!“ rief das Mädchen, ins Haus ſtürzend;„oh! ich will mich an ein Mutterherz wen⸗


