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Die einzigen bei der vorhergehenden Scene inter⸗ eſſanten Schauſpieler, welche noch wie verſteinert unter der Menge, deren Blicke ſich auf ſie mit Verwunderung und Schmerz hefteten, ſtehen blieben, waren Mercedes, faſt ohnmächtig auf der Schulter von Dona Flor, und Don Inigo unbeweglich und wie zu Boden geſchmet⸗ tert durch das Wort des Königs:„Erſcheint nicht eher vor mir, als bis der Schuldige verhaftet iſt.“
Er mußte alſo dieſen Mann verhaften, für den er eine ſo tiefe Sympathie hegte, dieſen Mann, um deſſen Begnadigung er ein erſtes Mal, ohne ſie zu erlangen, mit ſo viel Dringlichkeit gebeten hatte, als er nur der Verbrechen ſchuldig, welche die Menſchen beleidigen, und deſſen Beſtrafung viel ſicherer war, nun da er einen von den Freveln begangen, welche Gott beleidi⸗ gen, oder, ſelbſt ein rebelliſcher Unterhan, der Mitſchul⸗ dige von einem der größten Verbrechen, welche je die menſchliche Scham empört haben, nicht mehr vor ſeinem König erſcheinen.
Und in ſeinem Herzen neigte er ſich vielleicht zu dieſem letzten Mittel hin; denn er verſchob es auf ſpäter die zur Verhaftung von Don Fernando noth⸗ wendigen Befehle zu geben und fing damit an, daß er nach Hauſe lief, um Mercedes die Hülfe, die ihr Zu⸗ ſtand erforderte, bringen zu laſſen.
Es handelte ſich darum, ſie in ihre Wohnung zu führen. Doch, ſeltſam! als Don Inigo, der ſtark und kräftig wie ein junger Mann, ſich der Mutter von Don Fernando mit der Abſicht näherte, ſie in ſeinen Armen bis nach ihrer Wohnung zu bringen, bebte Mercedes beim Geräuſche ſeiner Tritte und ſchlug die Augen mit einem Gefühle auf, das beinahe dem Schrecken glich.
3„Nein, nein,“ ſagte ſie,„nein, nicht Ihr! nicht hr 1 Don Inigo beugte ſich unter dieſer Zurückſtoßung


