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Die Geſchichte, die wir den Leſern vor Augen legen, gehört zur Kategorie der Cascaden und der Bäche; vom erſten Blatte an ſtürzen darin die Ereig⸗ niſſe, ſpringen ſchäumend auf und rollen rauſchend bis zum letzten fort.
Für diejenigen, welche von der Hand Gottes fort⸗ geriſſen werden, ſind alle Regeln der Bewegung ver⸗ kehrt, und wenn ſie zum Ziele gelangt ſind, ſcheint es ihnen, ſie haben den durchlaufenen Weg nicht zu Fuß, nicht zu Pferde, nicht zu Wagen gemacht, ſondern in einer fantaſtiſchen Maſchine, welche durch die Ebenen, die Dörfer, die Städte rolle, wie eine Getöſe und Feuer auswerfende Locomotive, oder wie ein Ballon, der ſo raſch in der Luft hinſchwebe, daß Ebenen, Dör⸗ fer und Städte verſchwinden wie in der Unermeßlich⸗ keit verlorene Punkte; ſo daß der Schwindel die Feſte⸗ ſten erfaßt und jede Bruſt beklommen iſt.
Hiebei ſind wir, das heißt, bei zwei Dritteln der erſchrecklichen Reiſe; und abgeſehen von dem kalten Steuermann, den man Don Carlos nennt, und der unter dem Namen Karl V. beſtimmt iſt, ſich zu den öffentlichen Kataklysmen hinzuneigen, wie er ſich heute zu den Privatkataſtrophen hinneigt, hatte Jeder ver⸗ laſſen oder verließ Jeder den Platz, wo die von uns erzählten letzten Ereigniſſe vorgefallen waren, mit Un⸗ ruhe im Herzen und den Schwindel in den Augen.
Wir haben Don Fernando zuerſt ſich entfernen ſehen; ſodann verſchwand ſeinen Sohn verfluchend, ſeinen König bedrohend, ſeinen Gott beſchwörend, Don Ruiz; und immer ruhig, aber düſterer als gewöhnlich bei dem furchtbaren Gedanken, unter ſeiner Regierung habe ein Sohn das bis dahin unbekannte Verbrechen, ſeinem Vater eine Ohrfeige zu geben, begangen, ſtieg endlich der König mit langſamem Schritte zur Alham⸗ bra hinauf, zu der er zurückkam, nachdem er die Ge⸗ fängniſſe mit dem Großjuſticiar beſucht hatte.


