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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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die Erde ſetzte,„jch habe Euch um Gnade für meinen Sohn, den Räuber und Mörder, gebeten! Sire, ich bitte Euch um Gerechtigkeit gegen das Kind, das die Hand gegen ſeinen Vater aufgehoben hat!“

„Oh! Don Ruiz! Don Ruiz!“ rief Don Carlos, der für einen Augenblick aus ſeiner gewöhnlichen Ruhe und Kälte heraustrat,„wißt Ihr, daß das, was Ihr da verlangt, der Tod Eures Sohnes iſt?“

„Sire, ich weiß nicht, mit welcher Strafe man in Spanien ein ſolches Verbrechen belegt; denn dieſes Verbrechen, das keinen Vorgang hat, wird wahrſchein⸗ lich auch keine Nachahmer haben; ich ſage aber, o mein König: Das heilige Gebot verletzend, welches das erſte iſt nach denen der Kirche, hat es mein Sohn Don Fernando gewagt, mit ſeiner Hand mein Geſicht anzu⸗ taſten! und da ich mich nicht ſelbſt für das Verbrechen rächen kann, ſo führe ich bei Euch Klage gegen den Verbrecher, und wenn Ihr mir Gerechtigkeit verweigert, nun! Sire,— höret dieſe Drohung, welche gegen ſei⸗ nen König ein beleidigter Vater ausſpricht,— wenn Ihr mir Gerechtigkeit verweigert, ſo werde ich von Don Carlos an Gott appelliren!“

Und er ſtand auf und fügte bei:

„Sire, Ihr habt mich gehört, die Sache geht nun Euch an und nicht mehr mich.“

Und er zog ſich zurück und folgte dem Wege, den

ihm die ſtumme Menge öffnete, indem Jeder ſein Haupt

entblößte und ſich vor dieſem beleidigten Vater ver⸗ beugte.

Mercedes, als ſie ſah, daß Don Ruiz an ihr vorüberging, ohne ſie anzuſchauen oder ein Wort an ſie zu richten, fiel ohnmächtig in die Arme von Dona

lor. 3 Don Carlos warf einen von den ſcharfen Blicken, die ihm eigenthümlich waren, auf die Gruppe der Be⸗ trübten; dann wandte er ſich gegen Don Inigo um,

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