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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
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„Ein junger Mann hat einem Greiſe, einem Rico hombre, Don Ruiz, eine Ohrfeige gegeben?“ ſprach Don Carlos.

Und ſeine Augen befragten die Menge, als er⸗ wartete er, einer von den Zuſchauern werde Don Ruiz Lügen ſtrafen.

Doch Aller Mund blieb geſchloſſen, und man hörte unter dem Stillſchweigen nur die erſtickten Seufzer von Dona Flor und das verhaltene Schluchzen von Dona Mercedes.

„Fahret fort,“ ſagte der König zu Don Ruiz.

„Sire, welche Strafe verdient ein junger Mann, der einem Greiſe eine Ohrfeige gegeben hat?“

„Iſt er von bürgerlichem Stande, die Peitſche auf öffentlichem Platze und eine Nummer auf meinen Ga⸗ leeren zwiſchen einem Türken von Algier und einem Mohren von Tunis; iſt er von Adel, ſo verdient er dis lebeislänaliche Gefängniß und den Verluſt des

dels.“

„Und,“ fragte mit einer düſteren Miene Don Ruiz den König,„und wenn der, welcher ſie gegeben hat, der Sohn war, und der, welcher ſie empfangen, der Vater?“

„Wie ſagſt Du, Greis? Ich verſtehe das Spa⸗ niſche nicht recht, und ich muß ſchlecht gehört haben.“

Don Ruiz wiederholte langſam und mit einer Stimme, von der jedes Wort ſein ſchmerzliches Echo im Herzen der zwei Frauen hatte:

und wenn der, welcher die Ohrfeige gegeben hat, der Sohn war, und der, welcher ſie empfangen, der Vater?

Ein Gemurmel durchlief die Menge.

Der König wich einen Schritt zurück, ſchaute den Greis mit einer Miene des Zweifels an und rief:

„Unmöglich!“

„Sire,“ ſprach Don Ruiz, indem er ein Knie auf