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„Edler Herr,“ ſprach ein Zweiter, indem er ſich mit derſelben Ehrfurcht näherte,„geſtattet Ihr, daß ich Euch Euren Mantel zuhake?“
Fbler Herr,“ ſprach ein Dritter,„hier iſt Euer
to.
Bei dieſen Worten ſchien Don Ruiz aus ſeiner Betäubung zu erwachen.
„Ein Stock!“ wiederholte er;„wozu würde mir ein Stock dienen? Einen Degen müßte ich haben... Oh! Cid! oh! Cid Campeador! ſieh, wie wir uns ver⸗ ändert haben, ſeitdem Du Deinen großen Geiſt aufge⸗ geben! Zu Deiner Zeit waren es die Söhne, welche die Beleidigungen rächten, die ein Fremder ihren Vä⸗ tern anthat; heute ſind es die Fremden, welche die Beleidigungen rächen, die die Väter von ihren Söhnen erhalten.“
Er wandte ſich ſodann gegen den Cavalier um, der ihm ſeinen Stock reichte, und ſprach:
„Ja! ja! gebt her; eine mit der Hand angethane Beleidigung muß mit dem Stocke gerächt werden. Mit dieſem Stocke werde ich mich alſo an Dir rächen, Don Fernando... Doch ich täuſche mich, wie könnte mich dieſer Stock rächen, da er mir, wenn ich ihn in der Hand habe, nicht zum Angreifen, ſondern um mich darauf zu ſtützen dient? Wie könnte ich mich alſo rächen, wenn gerade das Werkzeug meiner Rache, macht⸗ los, um denjenigen, welchen ich verfolge, zu erreichen, mir nur dazu dient, es auf die Erde zu ſtoßen, als wollte es ihr ſagen:„„Erde! Erde! öffne dem Greiſe, meinem Herrn, die Thüre ſeines Grabes.““
„Senor! Senor! beruhigt Euch!“ ſagte Einer von den Zuſchauern.„Hier kommt Dona Mereedes,
Eure Frau, gefolgt von einem Mädchen ſo ſchön wier
die Engel, herbeigelaufen!“ Don Ruiz wandte ſich um und warf einen ſolchen Blick auf Dona Mercedes, daß dieſe ſtehen blieb und⸗
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