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Du mir gehorchen? wirſt Du den Degen in die Scheide ſtecken?“ wiederholte Don Ruiz drohender als je.
Und man begriff, daß, wenn Don Fernando nicht in der Minute, in der Secunde gehorchte, der entehrende Stock auf ihn fallen würde.
Aber, ſchnell wie der Gedanke, ſtieß Don Fer⸗ nando mit der verkehrten linken Hand Don Ruiz zu⸗ rück, während er mit der rechten Hand mittelſt einer geſchickten Finte den Arm ſeines Gegners, der zu ſpät zur Parade gekommen, durchbohrte.
Don Ramiro blieb ſtehen; doch der Greis fiel, ſo heftig war der Schlag geweſen.
Er hatte ihn mitten ins Geſicht bekommen.
Die Zuſchauer ſtießen einen Schreckensſchrei aus: der Sohn hatte dem Vater eine Ohrfeige gegeben.
„Platz! Platz!“ brüllte Don Fernando. Und er ſtürzte auf die zwei Blumen zu, hob ſie auf und ver⸗ barg fie an ſeiner Bruſt.
„Oh! der Himmel zerſchmettere Dich, Schänd⸗ licher!“ rief Don Ruiz, indem er ſich wieder zu er⸗ heben ſuchte;„ja, der Himmel, in Ermangelung der Menſchen, denn die Sache eines beleidigten Vaters iſt die Sache des Himmels!“
„Er ſterbe! er ſterbe!“ riefen einſtimmig die Cava⸗ liere,„er ſterbe, der ruchloſe Sohn, der ſeinen Vater geſchlagen hat!“
Und Alle zogen den Degen und umzingelten Don Fernando.
Man hörte einen Augenblick das Klirren von zehn Klingen gegen eine einzige; dann ſah man, wie man durch die machtloſe Meute das ſchäumende Wildſchwein durchdringen ſieht, den Salteador mit entflammtem Auge und Schaum auf dem Munde erſcheinen.
Er eilte an dem niedergeworfenen Don Ruiz vor⸗ über, warf auf den Greis einen Blick, in welchem mehr
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