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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
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„Dieſer Hauch war die Gleichgültigkeit, ich möchte beinahe ſagen, der Haß meines Vaters gegen mich...“

„Senor,“ ſprach das Mädchen,„beginnt nicht mit der Anklage, wenn Euch Gott verzeihen ſoll.“

„Ich klage nicht an, davor behüte mich der Herr! meine Fehler und meine Verbrechen kommen von mir, und am Tage des jüngſten Gerichtes werde ich ſie Niemand zur Laſt legen; doch ich muß das, was iſt, ſagen.

„Meine Mutter war einſt eines der ſchönſten Mädchen von Cordova, und heute, mit drei und vierzig Jahren, iſt ſie noch eine der ſchönſten Frauen von Granada.

„Nie habe ich die Urſachen erfahren, welche ihre

Heirath mit meinem Vater herbeiführten; was ich ſagen kann und was ich immer geſehen habe, iſt, daß ſie eher als Fremde einander gegenüber lebten, denn als Mann und Frau. , Ich wurde geboren; oft hörte ich ihre Freunde ſagen, ſie haben gehofft, meine Geburt werde eine An⸗ näherung zwiſchen ihnen bewirken: dem war nicht ſo; kalt für meine Mutter, war mein Vater kalt für das Kind, und von dem Tage, wo ich die Augen öffnete, fühlte ich, daß mir eine von den Stützen, welche Gott dem Menſchen zum Eintritt in das Leben gegeben hat benommen war.

„Es iſt wahr, um mich den gewiſſer Maßen in meinem Leben durch das Geſchick begangenen Irrthum vergeſſen zu laſſen, umgab mich meine Mutter mit einer ſo mächtigen und ſo zärtlichen Liebe, daß ſie mir das, was mir fehlte, erſetzen und allein für zwei zäh⸗ len konunte.

„‚Doch ſo ſehr mich auch meine Mutter liebte, ſie liebte mich mit einer Frauenliebe; in der etwas weni⸗ ger zärtlichen, aber mehr kräftigen Liebe des Vaters iſt etwas, was zu den Launen des Kindes und den

„