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heute als in drei Wochen hier durchkommen läßt, denn in drei Wochen wäre es vielleicht zu ſpät geweſen, daß ich Euch meinerſeits einen Dienſt leiſtete, dem gleich, welchen Ihr mir in dieſem Augenblick leiſtet.“
„Mir einen Dienſt?“ verſetzte lächelnd der Bandit.
Und ſein ganzes Geſicht machte leicht ſich ver⸗ ziehend eine Bewegung, welche bedeutete:„Allmäch⸗ tig wird der ſein, der mir den einzigen Dienſt leiſtet, den man mir leiſten kann!“ 4
Als hätte er begriffen, was im Herzen des jungen Mannes vorging, fuhr Don Inigo fort:
„Der barmherzige Gott hat Jedem ſeinen Platz in dieſer Welt bezeichnet: er hat den Reichen die Könige gegeben; den Königen die Cdelleute, die ihre natürlicht Begleitung ſind; er hat den Städten die Einwohner, Bürger, Handelsleute, Volk gegeben; er hat den Mee⸗ ren die verwegenen, abenteuerlichen Seefahrer gegeben welche jenſeits der Oceane verlorene Welten wieder auf finden oder unbekannte Welten entdecken; er hat den Ge⸗ birgen Menſchen des Raubes gegeben und in dieſelben Ge⸗ birge die Raubthiere geſetzt, als wollte er andeuten, er aſſimilire ſie einander, indem er ihnen denſelben Aufenthaltsort anweiſe, und er bilde aus dieſen Men⸗ ſchen die letzte Stufe der Geſellſchaft.“
Der Salteador machte eine Bewegung.
„Laßt mich ſprechen,“ fuhr Don Inigo fort.
Der junge Mann neigte das Haupt zum Zeichen der Beiſtimmung.
„Nun denn!“ ſagte der Greis,„daß man die Men⸗ ſchen außerhalb des Kreiſes trifft, in den ſie Gott wie Herden von Individuen derſelben Gattung, aber von verſchiedenem Werthe gepfercht hat, muß eine große geſellſchaftliche Erſchütterung oder eine große Familien⸗ kataſtrophe mit Gewalt dieſe Individuen aus dem Kreiſe⸗ der ihnen eigenthümlich war, in den, welcher nicht für
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