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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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67 haben einen Edelmann getroffen, der uns die Freiheit wiedergegeben.“

„Ihr dürft mir hiefür nicht danken,“ verſetzte der Salteador,„denn ich gehorche einer Macht, welche grö⸗

ßer iſt, als mein Wille, ſtärker, als mein Tempera⸗

ment.“

„Welcher?⸗

Der Bandit zuckte die Achſeln.

„Ich weiß es nicht,“ antwortete er,„ich bin un⸗ glücklicher Weiſe ein Menſch des erſten Eindrucks. Es findet zwiſchen meinem Herzen und meinem Kopfe, mei⸗ nem Kopfe und meiner Hand, und meiner Haud und meinem Schwerte eine Sympathie ſtatt, die mich bald zum Guten, bald zum Schlechten, öfter zum Schlech⸗ ten, als zum Guten antreibt. Dieſe Sympathie hat, ſobald ich Euch geſehen, den Zorn aus meinem Her⸗ zen genommen und ihn fern von mir geworfen, ſo fern, daß ich ihn, ſo wahr ich ein Edelmann bin, mit den Augen ſuchte und nicht wieder fand.“

Don Inigo ſchaute den jungen Mann an, wäh⸗ rend er ſprach, und, ſeltſame Erſcheinung! dieſes Ge⸗ fühl von Sympathie, das der Salteador in halb ſpöt⸗ tiſchen, halb ſanften und zarten Worten ausdrückte, er⸗

g, welche un⸗ willkürlich in das Herz des Greiſes eindrang.

Dona Flor ihrerſeits hatte ſich langſam ihrem Vater genähert, nicht aus Fnrcht, ſondern im Gegen⸗ theil weil ſie, das naive Kind, bei der Stimme des jungen Mannes etwas Seltſames empfindend, was ihre

dern wie ein liebkoſender Schauer durchzog, am Arme ihres Vaters einen Schutz gegen dieſes unbekannte Ge⸗ fühl ſuchte, das ſich ihrer bemächtigte.

„Junger Mann,“ ſprach Don Inigo, die letzten

orte des Salteador erwiedernd,„was Ihr für mich gefühlt habt, fühle ich für Euch; es iſt alſo nicht mein Mißgeſchick, ſondern ein gutes Glück, was mich eher