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wundervollen Augen, welche unter dem Dache ihrer lan⸗ gen, ſammetnen Wimpern eher Blitze des Zorns und der Entrüſtung ſchleuderten, als ſchüchterne Scheine der Bitte und der Furcht von ſich gaben.
Ihre trägen Arme fielen an ihren Seiten ent⸗
blößt und weiß herab,— denn die koſtbaren Agrafen von den Aermeln reißend, hatte man auch die Aermel ſelbſt zerriſſen,— und ſahen aus wie zwei
Basreliefs von einem geſchickten Bildhauer aus der Mauer ſelbſt gearbeitet. Nicht ein Wort, nicht eine Klage nicht ein Seufzer war aus ihrem Munde gekom⸗ men ſeit dem Augenblick, wo man ſich ibrer bemächtigt hatte; die Klagen und die Seufzer, die man hörte, rührten von den zwei durch den Degen von Don Inigo verwundeten Banditen her.
Ohne Zweifel glaubte die ſchöne, reine Jungfrau nur einer Todesgefahr ausgeſetzt zu ſein, und ſie fand es, im Angeſichte einer ſolchen Gefahr, einer edlen Spa⸗ nierin unwürdig, zu klagen, zu ſeufzen und zu flehen.
Sicher, daß ſie ihnen nicht entwiſchen konnte, bil⸗ deten die Banditen, die ihr faſt Alles, was ſie Koſt⸗ bares beſaß, genommen hatten, einen Kreis um die ſchöne Reiſende und betrachteten ſie mit Blicken und mit einem Gelächter, daß ſie die Augen müßte nieder⸗ geſchlagen haben, hätten dieſe Augen nicht, in ihrer ganzen Größe geöffnet und im Raume verloren, durch die Stubendecke, die Wände und das Firmament den unſichtbaren Gott geſucht, welchen ſie, edel und chriſt⸗ lich, allein zu Hülfe zu rufen ſich entſchließen konnte⸗
Dona Flor dachte vielleicht auch an den hübſchen Cavalier, den ſie ſeit einem Jahre unter dem Fenſta ihres Zimmers erſcheinen ſah, ſobald der Abend kam, und der in der Nacht ihren Balcon mit den ſchönſten Blumen Andaluſiens überſtrömte.
Wenn ſie aber ſchwieg, ſo herrſchte doch, wie ge⸗ ſagt, ein gewaltiger Lärmen von Schreien, von Schmäl
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