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„Es iſt keine Börſe reich genug, um den Rath zu bezahlen, den ich Dir gegeben, Senor; behalte alſo Deine Börſe; ſie wird, da, wohin Du gehſt, willkom⸗ men ſein.“
Dona Flor hakte aber die Agrafe von ihrem Kleide los, winkte dem Mädchen, ſich zu nähern, und fragte:
„Wirſt Du dies annehmen?“
„Aus weſſen Händen?“ verſetzte ernſt die Zigeunerin.
„Aus den Händen einer Freundin.“
„Oh! ja.“
Und ſie näherte ſich Dona Flor und reichte dieſer ihren Hals und ihre Stirne dar.
Dona Flor befeſtigte die Agrafe am Halſe der Zigeunerin und berührte raſch,— während ihr Vater, ein zu guter Chriſt, um eine ſolche Vertraulichkeit ſei⸗ ner Tochter gegen eine Halbungläubige zu dulden,— Dona Flor berührte raſch mit ihren Lippen die Stirne
Nunez war ſchon dreißig Schritte entfernt. „Vorwärts!“ ſprach Don Inigo. „Ich komme, mein Vater,“ erwiederte Dona Flor.
Die Zigeunerin aber blieb ſtehen, wo ſie war, folgte mit den Augen der ſchönen jungen Dona und murmelte mit halber Stimme den Schluß ihres Liedes:
Jungfrau ſchau ihn guädig an, Herr, beſchütz' den Wandersmann.
Sie folgte ihnen ſo mit einer ſichtbaren, zuneh⸗
menden Unruhe, bis ſie, Gebieter und Lackeien, hinter El Salteador. 4


